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Andreas > Rennsport
Die Formel 1 bezeichnet sich ja gerne als Königsklasse des Motorsports, und ich denke sie hat damit auch Recht. Wenn man sieht mit wieviel Aufwand in dieser Serie gearbeitet wird, mit welcher Präzision die Fahrer ihre Runden im absoluten Grenzbereich absolvieren, dann kann man dieser Behauptung nur beipflichten. Als 16-jähriger konnte ich mich erstmals live davon überzeugen. Damals in der Turbo-Ära mit Qualifikationsmotoren von 1000 PS Leistung und mehr war ich zu Gast beim Großen Preis von Österreich auf dem A1-Ring in Zeltweg bei Graz. Alain Prost, Keke Rosberg, Nelson Piquet, Nigel Mansell, Theo Fabi, Ayrton Senna waren die klangvollen Namen an den Lenkrädern in den Cockpits. Wir standen damals hinter einem Maschendrahtzaun ca. 5 Meter von der Strecke entfernt an der Schönberg-Geraden, der schnellsten Stelle des Kurses, und beobachteten die Wagen wie sie zuerst scheinbar langsam auf der Geraden näher kamen, um dann mit im Training gemessenen 355 km/h an uns vorbei zu schießen. Selbst mit größter Konzentration war es uns damals, wohl ob der geringen Distanz zu den vorbeirasenden Wagen, nicht möglich die aufgeklebte Startnummer zu entziffern, um den Führenden zu bestimmen. Heute wäre ein solcher Zuschauerplatz aufgrund der Gefährlichkeit nicht mehr denkbar. Damals gewann Alain Prost das Rennen, welcher am Ende der Saison auch Weltmeister wurde.
Das zweite und dritte Mal bei einem Formel 1-Rennen war in Hockenheim beim Großen Preis von Deutschland. Bei meinem ersten Besuch war die Strecke noch nicht umgebaut und wies noch ihre charakteristischen langen Geraden durch den Pfälzer Wald auf. Sie galt vor dem Umbau als schnellste Strecke des Grand-Prix-Zirkus. Leider waren die Waldpassagen verständlicherweise nicht gut einsehbar und somit für die Zuschauer wenig attraktiv. Zudem wirkte sich die Streckenlänge von über sechs Kilometern auch auf die gefahrenen Runden aus, was den Zuseher ebenfalls nicht gefiehl. Die Strecke wurde umgebaut, damit verkürzt und mit zusätzlichen Tribühnen versehen. Das bekannte Motodrom, die riesige Tribühnenanlage im Kurvengeschlängel vor Start und Ziel, wurde damit nochmals vergrößert.
Hatte ich die erste Reise nach Hockenheim zu meinem 30-sten Geburtstag von meiner Frau bekommen, reiste ich 2004 mit meinem Arbeitskollegen Peter an, der inzwischen, nach Studium dieser Homepage, ja schon bekannt sein dürfte. Das Schumacherfieber war damals in vollem Gange, und so saßen auch wir auf der Haupttribüne in einem roten Fahnen, T-Shirt und Käppimeer. Natürlich hat unser Michael das Rennen auch gewonnen. Beeindruckt hat mich aber wiederum die Präzision mit der die Fahrer Runde für Runde immer wieder die
Streckenbegrenzungen auf den Zentimeter genau treffen.
Alles in Allem war es damals eine gelungene Formel 1-Reise. Wer mehr sehen möchte, in der Rubrik Bilder habe ich Fotos aus 2006 abgelegt. In der Rubrik Information und Wissenswertes gibt es Infos aus dem aktuellen Formel 1-Geschehen und unter Links gibt es Seiten mit Statistiken, Ergebnissen und News aus der Szene.